Heilkundliches im Januar-Februar 2012

Blockaden und Hindernisse während einer homöopathischen Therapie:

 

1. Das Eigene erkennen.

Vielen Patienten fällt es sehr schwer, einen persönlichen Bezug zu ihren eigenen Beschwerden herzustellen. Der

Bezug zu Körper und Psyche gleicht mehr dem zu einem Gebrauchsgegenstand, der zu funktionieren hat. Jede Erkrankung wird dementsprechend als Funktionsstörung wahrgenommen, die einen daran hindert, sein Tun fortzusetzen.
Und deshalb zügige Reparatur verlangt.
Und, wenn man zum Homöopathen geht, eben durch ein homöopathisches Medikament.
Beschwerden sind aber ein Ausdruck der eigenen Gegenwart  und  noch mehr der eigenen Vergangenheit, und dementsprechend ein Ausdruck des eigenen Selbst.
Und die Fragen, die kommen können, sind vielfältig.
Was haben diese Beschwerden mit mir zu tun?
Für was eventuell Tieferes sind sie ein Ausdruck oder besser noch ein Spiegel?
Was will die Beschwerde mir sagen?
Wo sollte ich genauer hinsehen, wofür bin ich blind in meinem Leben?
Was  sollte ich ändern?
Oder ganz einfach: Was kann ich tun, um meine Beschwerden zu verbessern oder in Zukunft zu verhindern?
Natürlich wird auch ihr Homöopath sich im Bezug auf Sie diese und ähnliche Fragen stellen.
Das Wichtigste dabei sind aber Ihre eigenen Fragen und Konsequenzen, die Sie daraus ziehen.
Beschwerden können ein sehr guter Berater sein, denn unser Unbewusstes erkennt Problemstellungen immer viel schneller als unser bewusstes Sein.
So können zum Beispiel periodisch auftretende Knieschmerzen auch ein Hinweis sein für einen Weg, den ich nicht einschlagen will, eine Lebenssituation, in der es mit schwer fällt, weiterzugehen.
Auffällig in der homöopathischen Praxis ist der Patient, der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, mit seiner Erkrankung oder Beschwerden etwas zu tun zu haben.
Oder der Patient, der trotz falschen Handelns von seinem Körper einfach erwartet, dass dieser alles wegsteckt!
Abgesehen von diesen Extrembeispielen ist es für viele Patienten sehr schwierig, die Verantwortung für ihren Körper und ihr Befinden zu übernehmen.
Sich selbst und  ihre Beschwerden mit Liebe und Zuneigung zu betrachten, voller liebevollem Kümmern.
Mitgefühl für sich selbst zu empfinden, ist meiner Meinung nach unabdingbar für tiefe Heilung.
Mitgefühl bedeutet, dass wir uns um uns wirklich kümmern.
Damit meine ich nicht, immer nach seinem Vorteil zu trachten oder dem größten Gewinn.
Kümmern heißt, ein immer tieferes Gefühl zu entwickeln dafür, was ich wirklich brauche, was mir wirklich gut tut.
Geistig, emotional und körperlich.
Dazu gehören: gesunde Nahrung – am besten biologisch. Wenig Fleisch.
Wenig Alkohol, nicht rauchen, keine Giftstoffe sich zuführen......
Sich eine liebevolle Umgebung schaffen, sich mit Menschen umgeben, die einem wirklich gut tun, mit denen Kontakt möglich ist.
Sich viel in der Natur aufhalten. Sich bewegen.
Um so weniger Konsum und Betäubung, um so mehr Kontakt zu mir selbst!
Auf geistige Nahrung achten. Jeder Reiz füttert unseren Geist. Denken Sie daran, wenn Sie fernsehen, ein Buch lesen oder Musik hören.
Und als wichtigste Nahrung für uns alle: LIEBE !!
Schon als Säugling verkümmern wir, wenn wir nur gefüttert, gewaschen und gekleidet werden. Das ändert sich unser ganzes Leben nicht.
Wir können viel dazu beitragen, dass uns Liebe als „Nahrung“ zur Verfügung steht.
Indem wir unser Herz öffnen für andere Menschen und alle Wesen dieser Welt. Trennendes überwinden;
als Wichtiges unsere Selbstsucht, denn die macht uns nur einsam.
Wenn wir  uns vornehmen, jeden Tag, liebevoll mit Mensch und Tier umzugehen,
gerade die, die wir nicht mögen, werden wir zunehmend ernten.
Jeden Tag.

 

Fortsetzung folgt im nächsten „Praxis aktuell“.